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Bundesverband der KjG
KjG: „Keine Zukunft ohne Jugend“
Düsseldorf. Die KjG kritisiert die Sparmaßnahmen der katholischen Kirche bei der Jugendarbeit und den Jugendverbänden.
 
Vor weiteren Kürzungen der katholischen Kirche im Bereich der Jugendarbeit warnt der Bundesverband der Katholischen Jungen Gemeinde (KjG). Die drastischen Sparmaßnahmen in einigen Diözesen würden die Angebote der Jugendverbände und das ehrenamtliche Engagement vieler junger Menschen für die Kirche gefährden, befürchtet die KjG.
„Wir beobachten mit Sorge und Unverständnis, dass in vielen Bistümern

besonders die Jugend und die Jugendverbandsarbeit von Einsparungen

betroffen sind“, erklärt Lisa Eisenbarth, Bundesgeschäftsführerin der KjG.

Durch Sparmaßnahmen, wie sie aktuell etwa für das Bistum Trier geplant

sind, sieht die KjG-Bundesleiterin nicht nur die Arbeit der vielen

KjG-Gruppen vor Ort bedroht. „Mit diesem Kurs beraubt sich die Kirche der

großen Chance, direkt mit der Jugend ins Gespräch zu kommen. Doch ohne den

lebendigen Kontakt zur Jugend gefährdet sie ihre Zukunft.“



Angesichts des Strukturwandels in vielen Bistümern hin zu großen

Seelsorgeeinheiten sei dies eine kurzsichtige Strategie: „Gerade die

KjG-Gruppen vor Ort sind es, mit denen Kirche die Jugend noch erreicht. Und

sie leisten ihre ehrenamtliche Arbeit auch dort, wo der kirchliche Dienst

sich infolge der Sparmaßnahmen immer mehr zurückzieht.“ Als Verband in der

Gemeinde habe sich die KjG seit vielen Jahren als verlässliche

Ansprechpartnerin für viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

erwiesen, deren Angebote weithin gefragt sind.



Getragen wird die KjG durch die ehrenamtliche Arbeit Tausender junger

Menschen. „Ihr Engagement für die katholische Jugendarbeit verdient nicht

nur Wertschätzung und Anerkennung, sondern benötigt darüber hinaus

Unterstützung durch die Kirche in Form von Personal und Ressourcen. Die

jungen Frauen und Männer, die sich in hohem Maße für die kirchliche Kinder-

und Jugendarbeit einsetzen, brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Hier

darf sich die katholische Kirche nicht ihrer Verantwortung entziehen“,

fordert Lisa Eisenbarth im Namen der KjG.

 

                                                                                                                                        Wolfgang Finke

                                                                                                                                        Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Veröffentlicht: 20.07.2010 Lukas Götz